Auch die Freiwillige Feuerwehr Groß Flottbek beteiligte sich an den Unwettereinsätzen in Bergedorf und Lohbrügge. Nachdem unser „Einsatztag“ heute wenig ungewöhnlich gegen Viertel vor Elf mit einer Alarmierung zu einer Brandmeldeanlage begann, wurden auch wir direkt in den Osten Hamburgs alarmiert.

So begann eine Serie von Einsätzen um 11:15 Uhr in einer Bergedorfer Schule, in welcher der Keller etwa 18 Stunden nach dem Unwetter immer noch voller Wasser stand. Dieser Einsatz beschäftigte die zehn Flottbeker Kameraden und ihre Pumpen für knapp 3 Stunden. Direkt im Anschluss ging es nur wenige Minuten entfernt, in einer vom Unwetter völlig in Mitleidenschaft gezogenen Straße, weiter mit den Pumparbeiten. Erst hier wurden den beteiligten Kräften das unglaubliche Ausmaß der Schäden bewusst. Die gesamte Straße war von Sand, Erde und Geröll bedeckt, sowie teilweise bis auf die Rohrleitungen unterspült. Auch hier warteten Anwohner seit dem Vortag auf Hilfe. Hier galt es insgesamt drei unter dem Erdboden gelegene Räumlichkeiten von den Wassermassen zu befreien. Zum Teil stand das Wasser Noch immer hüfthoch in den Kellern bzw. Garagen.

Doch mit Tauchpumpen, Abziehern und einer Menge Kraft konnten wir der Lage Herr werden. Große Behinderungen waren jedoch von den Wassermassen umgestürzte Möbel und Elektrogeräte, sowie in den Räumen gelagerte Schadstoffe, wie Farben und Unkrautvernichter, welche zum Teil leck geschlagen waren.

Jedoch wurden auch diese Widrigkeiten Souverän bewältigt, und so konnten wir um 20 Uhr die Rückfahrt zum Gerätehaus antreten, und die Fahrzeuge und Geräte nach etwa neun Stunden im Einsatz reinigen und für den nächsten Einsatz bereit machen.

Wir wünschen allen vom Unwetter betroffenen viel Glück bei der Aufarbeitung der Schäden und danken für die sehr gute Zusammenarbeit mit den Anwohnern!

Das Jahr 2017 neigt sich heute dem Ende entgegen. Aus Sicht der FF Groß Flottbek kann man schon von einem ereignisreichen Jahr sprechen.
Knapp 180 Einsätze in 2017 entsprechen dem Niveau der letzten Jahre.
Jeder Einsatz, für sich betrachtet, bedeutet für alle Einsatzkräfte immer eine große Herausforderung, trotzdem wollen wir die Gelegenheit nutzen, um auf ein paar besondere Einsätze einzugehen:
Anfang Januar – Bahrenfeld – Feuer mit Menschenleben in Gefahr:
Zehn Personen wurden mit Fluchthauben über den Treppenraum gerettet, anschließend wurde mit einem C-Rohr die Brandbekämpfung eingeleitet.
Mitte April – Lurup – Technische Hilfeleistung LKW, Menschenleben in Gefahr:
Eine Person war unter einem umgekippten LKW eingeschlossen, die Person konnte aus der misslichen Lage befreit werden.
Ende Juni – Altona – nach einem kurzen aber intensiven Sturm wurde in einer Schule eine Notunterkunft für gestrandete Bahnreisende aufgebaut.
Am folgenden Morgen wurden wir zum Abbau dieser Notunterkunft alarmiert, so dass der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Aus Sicht der Feuerwehr ein eher untypischer Einsatz.
Anfang Juli – Elbchaussee – der G20 Gipfel ging auch an uns nicht vorbei:
Am Morgen des 07. Juli wurden wir zu 16 brennenden Autos entlang der Straße alarmiert. Aufgrund der unklaren Sicherheitslage an der Einsatzstelle berichteten unsere Kameraden von einer angespannten und nachdenklichen Anfahrt.
Ende Dezember – Altona – Feuer mit Menschenleben in Gefahr in einem Krankenhaus:
Im 10. Obergeschoss brannte es in einem Patientenzimmer. Die Station wurde evakuiert, im laufe des Einsatzes wurden weitere Kräfte nachgefordert.

Auch neben dem Einsatzalltag war eine Menge bei uns los: Wiederwahl des 1. Vorsitzenden unseres Fördervereins, Neuwahlen unseres Wehrführers und Wehrführer-Vertreters,
Neuwahl unseres Jugendfeuerwehrwartes sowie die Aufnahme in die Ehrenabteilung unseres alten Wehrführers nach unglaublichen 40 Jahren Feuerwehrzugehörigkeit.

Das stetige Werben um neue Mitglieder wurde in diesem Jahr durch eine Werbeoffensive des Bezirks Altona unterstützt. Viel Arbeit, aber auch viele gute Gespräche und neue Mitglieder – Früchte, die wir im Jahr 2018 ernten werden.

Wir – die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Groß Flottbek – wünschen euch einen guten „Rutsch“ ins neue Jahr. Für 2018 wünschen wir viel Gesundheit, möglichst immer die richtige Entscheidung – und dass wir uns nicht zu spontan begegnen.

Besonders für die heutige Nacht noch einige Hinweise in eigener Sache: Vorsicht im Umgang mit Pyrotechnik und brennbaren Materialien. Und – aber nicht nur heute: Wer fährt, trinkt nicht, und wer trinkt, fährt nicht. /WF
(31.12.2017)

Auf dem Foto von links: Lars Haars, Bastian Mertel, Hendrik Böhm und Stefan Tiedemann

Gestern Abend war es nun soweit:

in gemütlicher Atmosphäre, zusammen mit der Einsatzabteilung, der Ehrenabteilung und Gästen,
haben wir unseren alten Wehrführer, Hans-Joachim Popp, gebührend in die Ehrenabteilung aufgenommen.
Die Aufnahme ging einher mit der Verabschiedung aus dem Einsatzdienst.
Achim hat in über 45 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit viel Engagement und Herzblut gezeigt - und nicht nur das:
in knapp 20 Jahren als Wehrführer hat Achim wichtige Entscheidungen getroffen und maßgeblich zum Erhalt und der Weiterführung der Wehr beigetragen.
Wir danken Dir, lieber Achim, dafür sehr!

Stellvertretend für die Einsatzabteilung bedanken sich auf dem Bild unser Wehrführer Lars Haars und Wehrführervertreter Bastian Mertel.
Ein toller Abend mit vielen Geschichten aus der Vergangenheit bleibt in Erinnerung!
(02.09.2017)