In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem Kameraden Daniel, welcher nach langer und schwerer Krankheit am vergangenen Wochenende seinen Frieden gefunden hat.

Daniel war seit 1994 in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Im Jahr 2000 wurde er von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen, blieb unserem Nachwuchs aber als Betreuer erhalten und kümmerte sich verantwortungsbewusst und zuverlässig um die Jugendarbeit unserer Wehr. So wurde er 2002 zum Jugendwart gewählt und führte dieses Amt voller Motivation aus. Für sein Engagement wurde er deshalb im April 2014 mit der Florianmedaille in Silber geehrt.
Auch wenn er seine Aufgabe 2016 abgab, war er doch, wann immer möglich, mit von der Partie, wenn es um die Geschicke der Jugendfeuerwehr ging.
Aber auch im Einsatzgeschehen konnte man sich stets auf Daniel verlassen. Zur Jahreshauptversammlung in diesem Jahr wurde er deshalb auch für seine häufige Bereitschaft geehrt.

Wir trauern um einen treuen Kameraden, welcher sich stets für die Wehr einsetzte und als Jugendwart einen wichtigen Grundstein für unsere heutige Stärke legte.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Groß Flottbek beteiligte sich an den Unwettereinsätzen in Bergedorf und Lohbrügge. Nachdem unser „Einsatztag“ heute wenig ungewöhnlich gegen Viertel vor Elf mit einer Alarmierung zu einer Brandmeldeanlage begann, wurden auch wir direkt in den Osten Hamburgs alarmiert.

So begann eine Serie von Einsätzen um 11:15 Uhr in einer Bergedorfer Schule, in welcher der Keller etwa 18 Stunden nach dem Unwetter immer noch voller Wasser stand. Dieser Einsatz beschäftigte die zehn Flottbeker Kameraden und ihre Pumpen für knapp 3 Stunden. Direkt im Anschluss ging es nur wenige Minuten entfernt, in einer vom Unwetter völlig in Mitleidenschaft gezogenen Straße, weiter mit den Pumparbeiten. Erst hier wurden den beteiligten Kräften das unglaubliche Ausmaß der Schäden bewusst. Die gesamte Straße war von Sand, Erde und Geröll bedeckt, sowie teilweise bis auf die Rohrleitungen unterspült. Auch hier warteten Anwohner seit dem Vortag auf Hilfe. Hier galt es insgesamt drei unter dem Erdboden gelegene Räumlichkeiten von den Wassermassen zu befreien. Zum Teil stand das Wasser Noch immer hüfthoch in den Kellern bzw. Garagen.

Doch mit Tauchpumpen, Abziehern und einer Menge Kraft konnten wir der Lage Herr werden. Große Behinderungen waren jedoch von den Wassermassen umgestürzte Möbel und Elektrogeräte, sowie in den Räumen gelagerte Schadstoffe, wie Farben und Unkrautvernichter, welche zum Teil leck geschlagen waren.

Jedoch wurden auch diese Widrigkeiten Souverän bewältigt, und so konnten wir um 20 Uhr die Rückfahrt zum Gerätehaus antreten, und die Fahrzeuge und Geräte nach etwa neun Stunden im Einsatz reinigen und für den nächsten Einsatz bereit machen.

Wir wünschen allen vom Unwetter betroffenen viel Glück bei der Aufarbeitung der Schäden und danken für die sehr gute Zusammenarbeit mit den Anwohnern!

Gestern Abend war es nun soweit:

in gemütlicher Atmosphäre, zusammen mit der Einsatzabteilung, der Ehrenabteilung und Gästen,
haben wir unseren alten Wehrführer, Hans-Joachim Popp, gebührend in die Ehrenabteilung aufgenommen.
Die Aufnahme ging einher mit der Verabschiedung aus dem Einsatzdienst.
Achim hat in über 45 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit viel Engagement und Herzblut gezeigt - und nicht nur das:
in knapp 20 Jahren als Wehrführer hat Achim wichtige Entscheidungen getroffen und maßgeblich zum Erhalt und der Weiterführung der Wehr beigetragen.
Wir danken Dir, lieber Achim, dafür sehr!

Stellvertretend für die Einsatzabteilung bedanken sich auf dem Bild unser Wehrführer Lars Haars und Wehrführervertreter Bastian Mertel.
Ein toller Abend mit vielen Geschichten aus der Vergangenheit bleibt in Erinnerung!
(02.09.2017)